Allgemeine Anmerkungen zu den Vespidae

Anmerkungen

In Deutschland kommen insgesamt 82 Arten der Vespidae vor, von denen 16 Arten zu den sozialen Faltenwespen (Vespinae und Polistinae), eine Art zu den Honigwespen (Masarinae) und 65 Arten zu den solitären Faltenwespen (Eumeninae) zählen.

Die Arten sind taxonomisch und nomenklatorisch weitgehend bekannt, hier sind in der Zukunft keine oder nur wenige Änderungen zu erwarten.

Die sozialen Faltenwespen sowie der einzige Vertreter der Masarinae, Celonites abbreviatus, sind leicht zu bestimmen und können teilweise auch im Gelände bis zur Art erkannt werden. Die Eumeninae hingegen sehen sich von wenigen Ausnahmen abgesehen teilweise sehr ähnlich und müssen sorgfältig bestimmt werden.

Für Ancistrocerus und Eumenes braucht man viel Erfahrung und Vergleichsmaterial, um zu einem sicheren Ergebnis zu kommen. Ausnahme bilden lediglich die

Den ausführlichsten Überblick über die Lebensweise und Verbreitung der Arten erhält nach wie vor das Standardwerk von Blüthgen (1961). Aktelle Informationen enthalten die Arbeiten von Schmidt & Schmid-Egger (1991) für die südwestdeutschen und von Haeseler (1978) für die norddeutschen Arten.

Mauss & Treiber (2004) geben einen Überblick über die Lebensweise der sozialen Faltenwespen.

Literatur

  • Blüthgen, P. (1961): Die Faltenwespen Mitteleuropas (Hymenoptera, Diploptera). Abh. Dt. Akad. Wiss. Berlin. Klasse für Chemie, Geol. u. Biol.: 1-251.

  • Haeseler, V. (1978): Flugzeit, Blütenbesuch, Verbreitung und Häufigkeit der solitären Faltenwespen im Norddeutschen Tiefland (BRD) . Vespoidea: Eumenidae. Schr. naturw. Ver. Schlesw.-Holst. 48: 63-131.

  • Mauss, V. & R. Treiber (2004): Bestimmungsschlüssel für die Faltenwespen (Hymenoptera: Masarinae, Polistinae, Vespinae) der Bundesrepublik Deutschland. Deutscher Jugendbund für Naturbeobachtung Hamburg, 1-53. 3. unveränderte Auflage. Hamburg
  • Schmidt, K. & C. Schmid-Egger (1991): Faunistik und Ökologie der solitären Faltenwespen (Eumenidae) Baden-Württembergs. Veröff. Natursch. Landsch.pfl. Bad.-Württ. 66: 495-541. Karlsruhe.